Wo Eltern Rat holen können. Oder ihre Kinder.
Die Aussteiger-Initiative EXIT hat ein neues Ratgeberprojekt für Familien gestartet. Denn wenn ein Jugendlicher in die rechtsextreme Szene rutscht oder wenn Eltern in Anwesenheit ihrer Kinder rechtsextreme Aussagen machen, wenn junge Menschen in einem Umfeld aufwachsen, in dem Rechtsextremismus den Alltag bestimmt – dann ist das Thema Rechtsextremismus bzw. der Ausstieg aus dieser Szene kein Problem eines einzelnen Menschen, sondern das Problem von vielen und vor allem: das Problem ganzer Familien.
Ausstiegshilfe für die rechte Großmama
Die Initiative Exit will sich jetzt auch um die Familien ehemaliger Neonazis kümmern. Rund 20 Anfragen habe man schon bekommen.
Aussteigen, aber wie?
Aussteigen? Doch wie und wo? Manche versuchen es laut über die Medien, andere leise mit der Hilfe von Aussteiger-Initiativen. Federführend gehört seit acht Jahren das Projekt EXIT dazu: Rund 300 Neonazis hat die Initiative seitdem in einem oft jahrelangen Prozess erfolgreich betreut.
Aussteigerinnen
Der Bruch mit der männerdominierten Neonazisszene ist kein einfacher Weg
Der Einstieg von Mädchen in die rechtsextreme Szene beginnt oft mit 12, 13 oder 14 Jahren. Wieder aus der Szene herauszukommen, ist keineswegs einfach. Tanja P. gelang das erst nach 20 Jahren als sie 35 war. Seitdem wird sie verfolgt.
"Ich habe das Extreme gesucht"
Interview mit einer Neonazi-Aussteigerin
Die Fragen stellte Annette Rollmann. Sie arbeitet als freie Journalistin in Berlin. Der Abdruck erfolgte mit freundlicher Genehmigung der Wochenzeitung ‚Das Parlament‘ sowie der Aussteigerorganisation Exit-Deutschland .