EXIT-Deutschland - Ausstiege aus dem Rechtsextremismus

EXIT-Deutschland ist eine Initiative, die Menschen hilft, die mit dem Rechtsextremismus brechen und sich ein neues Leben aufbauen wollen. Zugleich setzen wir uns mit der Vorstellungswelt und dem Verhalten von Rechtsextremisten auseinander. Dabei stützen wir uns auf die Werte von persönlicher Freiheit und Würde.
Wir sind ein Bestandteil der Initiative des stern - Mut gegen rechte Gewalt.
Der stern stand ganz am Beginn von EXIT-Deutschland im Mai des Jahres 2000, ebenso wie die Amadeu Antonio Stiftung. Seither hat der stern beständig über unsere Arbeit berichtet und sie in vielfältiger Weise unterstützt, hat Menschen überall in Deutschland angesprochen und angeregt EXIT-Deutschland zu unterstützen.
EXIT-Deutschland auf MySpace
Was bietet EXIT-Deutschland an?
Ausstiegshilfen
Wir unterstützen Personen, die der rechtsextremen Szene den Rücken kehren wollen und helfen ihnen beim Ausstieg. In bestimmten Fällen suchen wir auch den Kontakt, wir grenzen nicht aus, sind aber konsequent, weisen rechtsextremes Denken und Handeln zurück und kritisieren es öffentlich mit Namen und Hausnummer.
Wir nutzen das Telefon, führen persönliche Gespräche, schreiben E-Mails, SMS und Briefe, machen Besuche in Gefängnissen.
Wir helfen nach unseren Möglichkeiten bei Problemen der Sicherheit, z.B. wenn Angriffe oder Verfolgungen aus der rechtsextremen Szene drohen oder vorliegen. Wir organisieren Bürgerschutz und führen Bürgerermittlungen im Rahmen der Gesetze. Wir informieren Medien und arbeiten mit ihnen zusammen.
Wir beraten, unterstützen und vermitteln entsprechend unserer Möglichkeiten bei Problemen mit Polizei, Verfassungsschutz oder Justiz.
Wir arbeiten mit den Aussteigenden daran, ihre Weltanschauung zu überwinden, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten einschließlich begangener Straftaten. Wir helfen bei der Entwicklung persönlicher Kompetenzen und Einsichten, indem wir verstärken, was voranbringt und helfen, nicht Gelungenes zu erkennen und abzubauen. Wir helfen mit Lob und Hinweisen, zeigen Möglichkeiten aber auch Grenzen auf. Die Orientierung auf die Arbeitswelt ist von erstrangiger Bedeutung.
Wir arbeiten mit den Aussteigenden daran, ihre persönlichen Beziehungen neu zu gestalten, neue Freunde zu gewinnen, sich in Schule, Lehre und Beruf neu zu orientieren, ihre Chance des Neubeginns konsequent zu ergreifen.
Wir reagieren auf Hilferufe von Familien sowie bei Kooperationsbedarf von Familieninitiativen.
Wir vermitteln und begleiten Kontakte ehemaliger Rechtsextremisten mit gefährdeten rechtsextremistisch-orientierten Jugendlichen, um sie zu motivieren, die Szene zu meiden oder zu verlassen. Wir helfen bei Generationengesprächen, die Erfahrungen aus Diktaturen vermitteln.
Wir helfen Müttern und Vätern, Geschwistern und Großeltern wenn sie Sorge haben, dass ihre Söhne, Töchter, Brüder oder Enkel in die Nazi-und Gewaltszene abgleiten, sich dort verstricken oder gar straffällig werden.
Wir analysieren kritische Situationen und arbeiten an Szenarien, um Möglichkeiten des Handelns zu erschließen, Ohnmacht und Angst zu überwinden. Ebenso helfen wir Familien wenn es darum geht, Menschen aus der Szene heraus zu lösen.
Wir unterstützen Eltern- und Familieninitiativen. Dafür bieten wir Informationen und Beratung an.
Ex-Rechtsextremisten gegen Rechtsextremismus
Ehemalige Nationalsozialisten und andere Rechtsextremisten setzen sich offen oder im Hintergrund dafür ein,dass sich rechtsextreme Ideologie und Organisation nicht weiter ausbreiten.
Menschen sollen lernen, souverän und kritisch damit umzugehen. Es werden Orientierungen jenseits rechtsextremen Denkens gezeigt.
Sie zeigen ihre persönlichen Irrtümer und deren Folgen auf. Sie publizieren, halten Vorträge in Schulen und in der Öffentlichkeit und beraten bei Fragen und Problemen.
Im August 2008 wurde ein AKTIONSKREIS ehemaliger Rechtsextremisten gegründet.
Exit-Broschüre
| EXIT-Broschüre Letzter Halt: Ausstieg Wege aus der rechtsextremen Szene. Eine Darstellung über die Probleme in der Szene, wenn der Ausstieg ansteht, wie eine Zukunft zu gewinnen ist. Was können Familien tun? |
Kontakt:
EXIT-Deutschland
Postfach 76 01 12, 10382 Berlin
E-mail: info@exit-deutschland.de
Fax/Voicebox: 03212/1745890
oder
0177 240 4592
Jede Spende hilft uns weiter!
Spenden sind steuerlich abzugsfähig. Bis zu 50 Euro gilt der Einzahlungsbeleg als Spendenquittung. Bei höheren Spendenbeträgen wird Ihnen eine Spendenquittung zugesandt. Bitte teilen Sie uns hierzu Ihre Postanschrift mit.
Wir danken allen Spendern, die mit ihrem Beitrag unsere Arbeit unterstützen.