1. September 2012

Ausstellung und Diskussion mit EXIT-Deutschland in der Friedrich-Ebert-Stiftung

EXIT. Bilder und Texte von Rechtsextremen im Ausstieg
22.Oktober 2012 | Friedrich-Ebert-Stiftung Forum Berlin

Die Ausstellung zeigt ausgewählte Fotografien und Texte von sechs Aussteiger/inne/n aus der rechtsextremen Szene – in der Interpretation von Studierenden der TU Braunschweig. Die Idee zu den Seminaren und zur Ausstellung basiert auf der Fotowerkstatt Lebensbilder, die EXIT-Deutschland seit dem Jahr 2010 mit Aussteiger/inne/n aus dem rechtsextremen Milieu realisiert. Die Ausstellung ist das Ergebnis eines Seminars aus dem Sommer 2011 und zeigt in bildhafter Beschreibung den Ausstieg als spannungsreichen und widersprüchlichen Prozess. Diese Ausstellung entstand in Kooperation mit der Technischen Universität Braunschweig und wird finanziell unterstützt durch den Innovationsfonds Lehre der Fakultät 6 und des Instituts für Erziehungswissenschaft.

Vortrag zur Ausstellung

Bilder sprechen – Sozialpädagogische Perspektiven bildanalytischer Forschung. Prof. Dr. Ulrike Pilarczyk

Podiumsdiskussion

Ein Jahr nach dem Bekanntwerden der NSU-Morde – Konsequenzen und Perspektiven für Ausstiegsarbeit in Deutschland

Die Notwendigkeit einer professionellen, zivilgesellschaftlichen Ausstiegsarbeit zeigt sich gerade nach den jüngsten Entwicklungen im Zusammenhang mit dem „National Sozialistischen Untergrund“. Sie verdeutlichen, dass ein nur auf Prävention abzielender Ansatz in der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus zu kurz greift und allein staatliche Unterstützung nicht ausreichend ist. Wie sehen künftig Strategien eines gesamtgesellschaftichen Ansatzes für eine erfolgreiche Eindämmung rechtsextremistischer Radikalisierung aus?
Programm

10.30 Uhr Eintreffen der Teilnehmenden

Führung durch die Ausstellung durch EXIT-Deutschland

11.00 Uhr Begrüßung durch die Friedrich-Ebert-Stiftung und EXIT-Deutschland

11.10 Uhr Vortrag Prof. Dr. Ulrike Pilarczyk, TU Braunschweig

Bilder sprechen – sozialpädagogische Perspektiven bildanalytischer Forschung.

11.30 Rückfragen und Diskussion

anschließend Pause

12.00 Podiumsdiskussion

Gäste: Sigmar Gabriel (angefragt) Frank Jansen (Tagesspiegel, angefragt) Bernd Wagner, EXIT-Deutschland

13.00 Uhr Moderiertes Gespräch mit einem Aussteiger

Moderation: Shelly Kupferberg, Journalistin, rbb

Ausklang bei Mittagsimbiss mit musikalischer Untermalung

Die Veranstaltung wird als Livestream übertragen. Mehr Informationen unter:

www.facebook.com/exitdeutschland

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Um Anmeldung wird gebeten:

Sebastian Serafin

Friedrich-Ebert-Stiftung

Fax 030 269 35-9240

Veranstaltungsort

Friedrich-Ebert-Stiftung

Haus 1

Hiroshimastraße 17

10785 Berlin



Fahrverbindungen:

BUS M29 bis Haltestelle Hiroshimaweg Bus 100, 187, 106 bis Haltestelle Lützowplatz Buslinie 200 bis Haltestelle Tiergartenstraße Vom Hauptbahnhof: Bus M41 bis Potsdamer Platz, weiter mit Bus 200 bis Haltestelle Tiergartenstraße

Parkmöglichkeiten stehen leider nicht zur Verfügung.

Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören oder der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen. Die Veranstaltenden werden ihnen Zutritt zur Veranstaltung verwehren oder sie während der Veranstaltung von dieser ausschließen.

8. August 2012

Ein leben auf der Flucht

Tanja Privenau brach mit der Neonazi-Szene. Seitdem lebt die Frau versteckt, weil sie als Verräterin gebrandmarkt ist. Ein Familiengerichts-Urteil bringt sie und ihre Kinder in neue Gefahr. Der Vater, ein gewaltbereiter Neonazi, soll seine Söhne künftig sehen dürfen.

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11. Juli 2012

Zwischen den Fronten: Ehemalige Neonazis berichten über ihren Ausstieg aus der Szene

Eine Schwarze Sonne ziert sein Bein, ein Symbol, das aus zwölf Siegrunen besteht. Sie ist nur manchmal zu sehen, wenn die kurze Hose beim Gehen nach oben rutscht. Wer nicht weiß, dass Christian Ernst Weißgerber früher aktiver Neonazi war, würde das Nazi- und SS-Symbol vermutlich kaum bemerken oder es für ein ganz normales Tattoo halten. Seit anderthalb Jahren ist der gebürtige Eisenacher zusammen mit seinem Kumpel Steven Hartung Teilnehmer im Aussteigerprogramm von Exit. Die vom ehemaligen Kriminaloberrat Bernd Wagner und dem Nazi Aussteiger Ingo Hasselbach gegründete Initiative begleitet Neonazis auf ihrem Weg aus der Szene.

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27. Juni 2012

Spende für EXIT-Deutschland und die Opferberatung BACK UP in Dortmund

Der Kirchenkreis Dortmund-Mitte/Nordost engagiert sich gegen Rechtsextremismus und unterstützt die Beratungsstelle BACK UP und EXIT-Deutschland. BACK UP nahm im vergangenen Jahr die Arbeit auf und berät und unterstützt Opfer rechter Gewalt. Die Synode stellte der Beratungsstelle 10.000 Euro zur Verfügung. „Mit diesem Beschluss“, so Paul-Gerhard Stamm, „stellen wir uns symbolisch eindeutig und öffentlich an die Seite der Opfer“. BACK UP begleitet zur Zeit 43 Opfer von rechter Gewalt.

EXIT-Deutschland wird durch den Kirchenkreis ebenfalls unterstützt. „Immer mehr Jugendliche, die sich in der rechten Szene verirrt haben“, sagte Stamm, „müssen davon wissen.“ Die Synode bat deshalb alle Gemeinden des Kirchenkreises, jeweils 500 Euro zur Förderung von EXIT zur Verfügung zu stellen. Insgesamt handelt es sich bei der Spende für die Arbeit von EXIT-Deutschland um einen Betrag von 5.000 Euro.

EXIT-Deutschland bedankt sich für das Engagement der Gemeinden des Kirchenkreises für die Wertschätzung und Unterstützung der Arbeit.

31. Mai 2012

Von Mythen, Messern und Muslimen - Neues Buch widerlegt Sarrazin

“Deutschland schafft sich ab” fand Thilo Sarrazin in seinem Bestseller, und Arnulf Baring kommentierte in der BILD-Zeitung: „In der Sache kann Sarrazin niemand wiederlegen.“ Niemand? Doch. Ein interdisziplinäres Autor*innen-Team tut dies im Sammelband „Der Mythos vom Niedergang der Intelligenz“ spannend und kenntnisreich.

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