Begleitprojekt des Bundesprogramms „Demokratie leben!“

EXOR
Ausstieg aus ultramilitantem Extremismus in Verbindung mit Organisierter Kriminalität | Sozialraum – Analyse – Beratung – Hilfe

Einordnung

EXIT-Deutschland, als einzige auf zivilgesellschaftlicher Ebene angesiedelte Initiative der bundesweiten Ausstiegsarbeit im Rahmen der originären EXIT-Strategien, leistet einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag zur Eindämmung extremistischer Kriminalität sowie zur Aufklärung und Prävention rechtsradikaler Erscheinungsformen und Bewegungen.
Dazu werden verschiedene Formate – Projekte, Kampagnen, Aktionen, Informations-, Aufklärungs- und Bildungsveranstaltungen – vorgehalten und (weiter)entwickelt, so u.a. Rechts gegen Rechts und Hasshilft.

Die bundesweit reichweitenstarke Counterarbeit wird umgesetzt unter Einbeziehung einer größeren Zahl ehemaliger Extremisten, deren Biografie und Ausstieg aus extremistischen Denkwelten und Organisationen Ausdruck einer neuen Freiheit ist und den Erfolg gegenüber der rechtsextremen Szene wirksam dokumentiert. Dazu arbeitet u.a. der AKTIONSKREIS ehemaliger Extremisten und dient dessen Internetpräsenz.

Die Arbeit von EXIT-Deutschland wird international beachtet, ist als Best-Practice anerkannt und bringt als Fachkompetenz und Gesamterfahrung bislang 920 durchgeführte Ausstiegsprozesse bei sehr geringer Rückfallrate (19 Personen, gesamt seit dem Jahr 2000, Stand Januar 2023), den Fördervorlauf im Programmbereich C des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ als bundeszentraler Träger sowie als Sonderprogramm der Bundesregierung mit davorliegendem Entwicklungsvorlauf seit 1997 nunmehr in ein neues Projekt im Rahmen des Bundesprogramms ein.
Gegenstand des Projektes

EXOR steht für EX -tremismus und OR -ganisierte Kriminalität.

EXIT-Deutschland nimmt mit diesem Projekt extremistische Erscheinungen, die Verbindungen zu Phänomen der Organisierten Kriminalität aufweisen, in den Fokus.

Das Projekt arbeitet in zwei Linien. Auf der Grundlage der Analyse des Handlungsfeldes wird ein Beratungs- und Begleitangebot für das Praxisfeld von Trägern und Einrichtungen angeboten sowie in bewährter Weise das bundesweite Ausstiegsangebot vorgehalten.

Das Beratungsangebot richtet sich fokussiert auf die Bereiche:
Kommunaler Raum
Justizvollzugsanstalten / Bewährungshilfe
Soziale Arbeit

Angebotslinien

Fachliche und fachpolitische Beratung von Trägern der Ausstiegs- und Distanzierungsarbeit im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“, Demokratiezentren, Kommunen, Landkreisen, Ämtern und weiteren Akteuren, die mit der Problematik befasst sind oder in Berührung stehen.
Angeboten werden Fachberatung, Fachaustausch und Erfahrungstransfer sowie für die Träger konsiliare Begleitung, fall- und bedarfsbezogenen Zusammenarbeit. Ein Schwerpunkt ist hier das Sicherheits- und Risikomanagement bezogen auf Gefährdungen aus extremistischen Strukturen heraus, von den Personen im Ausstiegsprozess betroffen sein können sowie auch das Personal von Einrichtungen.

Bereitstellung des bundesweiten Ausstiegs-/EXIT-Angebots für ausstiegswillige Personen aus projektbezogenen extremistischen Strukturen sowie solche, die diesbezüglich signalhaft Ansprechbarkeit erwarten lassen. Schwerpunkt sind insbesondere Ausstiege über ein Bundesland hinaus und solche aus (ultra)militanten und Funktionärsstrukturen extremistischer Organisationen und Gruppen mit erhöhtem Hilfebedarf im Ausstieg. Es wird eine Zielgruppe erreicht, die sich nicht an staatliche Ausstiegsprogramme wendet, zugleich wirkt die Arbeit entlastend auf Distanzierungs- und Ausstiegsprojekte auf der Ebene von Ländern und Kommunen.

Es erfolgt eine Wissens- und Erkenntnisvermittlung über verschiedene Formate wie: – Newsletter – Infobrief – Video-Podcast

Anmeldung zum Newsletter: Newsletter EXIT-Deutschland

Fachinformationen werden zudem über das Journal EXIT-Deutschland. Zeitschrift für Deradikalisierung und demokratische Kultur bereitgestellt.


Veröffentlichungen

Extremismus in Verbindung mit Organisierter Kriminalität

Video-Podcast

Audio-Podcast

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Flyer

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Wenn Sie an der Zusendung von Flyern interessiert sind, schreiben Sie gern an:
info[at]exit-deutschland.de


KONTAKT

Dr. Bernd Wagner, Leiter EXIT-Deutschland
E-Mail: info[at]exit-deutschland.de
Telefon: 0177 – 240 45 92
Fax / Voicebox: 03212-1745890


Finanzierung

bewilligte Fördermittel 2023: 224.331,05 €
bewilligte Fördermittel 2024: 228.314,00 €

Erforderliche Eigenmittel, um die Fördermittel des Bundes beantragen zu können:
2023: 24.925,67 €
2024: 25.368,22 €